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Montag, 25. Mai 2026

"An Ecology of Moralizing" workshop @ Independent Space Index Festival 2026, 30.5

 

Alexis Shotwell and me will give a workshop on our upcoming book project An Ecology of Moralizing as part of the Independent Space Index Festival 2026 at im_flieger in Vienna. 

30.5. 2026, 15.00–16.30 // An Ecology of Moralizing // Kilian Jörg (AT) & Alexis Shotwell (CA) // Workshop, 90’

How do you feel about moralizing? Have you ever felt a certain need to say something – but then you didn’t dare to speak up for your values, because … it didn’t feel proper? Felt like overstepping boundaries because … you don’t want to be moralizing? In this workshop, we want to explore with you, why and how that is. We want to stay with the cringyness of moralizing impulses and explore what somatically happens inside of us, between us and around us if we moralize – or decide not to. We want to speculate about more inclusive forms of morals (the etymological root of morals meaning something like “customs”) together to build a more open and resisting society in times of rising fascism and moral depravity of the capitalist elite.  

--> find all the info & the full program here! 

Freitag, 22. Mai 2026

Zeitungskommentar zum Ökozid und der Zukunft der Ökobewegung in der ND

"Eine Bewegung gegen den Ökozid hätte das Potenzial, bei richtiger Mobilisierung und der Arbeit an neuen transversalen Bündnissen, weit über die langsamen Prozesse der Gerichte zu einer radikalen und transformatorischen Kraft zu werden."

Ich durfte in der Neuen Deutschland einen Gastkommentar zum Ökozid und seine Potential für eine neue Mobilisierung der Ökobewegung schreiben. Ihr findet den Artikel auch heute in der Printausgabe der ND Woche. 

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199849.klimakrise-sie-wissen-was-sie-tun.html 

 

 


Mittwoch, 20. Mai 2026

»Wenn es den Wokeismus nicht gibt, dann muss man ihn erfinden!« - kleiner Textbeitrag zum "ABC der Kulturkämpfe" der Skug


"Tatsächlich zeichnet uns heute die rechte Bewegung in ihrem bis dato vielfach gewonnenen Kulturkampf ex negativo an, wie ein neues Bündnis aussehen muss, welches sie besiegen könnte. Die »woke Elite« existiert bis heute nur in den Köpfen von rechten Demagog*innen und ihren Wähler*innen. Aber das heißt nicht, dass dem so bleiben muss. »Wenn es den Wokeismus nicht gibt, dann muss man ihn erfinden!«"

Die wunderbare Skug macht zur Zeit ein "ABC der Kulturkämpfe" - ich habe mal schnell was zu "woke" niedergeschrieben, was mir schon länger auf der Seele lag. More soon. 

Ihr findet den Text hier: https://skug.at/abc-der-kulturkaempfe-w-wie-woke/

Dienstag, 19. Mai 2026

"Mehr als verteidigen. Demokratische Handlungsräume weiterdenken" - Keynote online nachsehen!

Wie kommen wir aus der Verteidigungshandlung in der Linken heraus und können offensiv neue, weirde Bündnisse schaffen, die eine Art neuen "utopischen Wärmestrom" auch in Zeiten des ökologischen und systemischen Kollaps entstehen lassen können? Hier könnt ihr unsere heutige Keynote "Mehr als verteidigen. Demokratische Handlungsräume weiterdenken"  an der Evangelischen Akademie in Frankfurt nachsehen. Es war ein ganz toller Workshoptag! Danke Euch allen!



Sonntag, 10. Mai 2026

"Kollektiver Ausstieg aus Eigentumsverhältnissen im Klimakollaps" - bei der RLV "Jenseits des Privateigentums", Uni Frankfurt, 21.5

Und auch auf einen dritten Termin unserer "Durchlöchert Westdeutschland"-Tour freue ich mich ganz besonders: als Teil der Ringvorlesung "Jenseits des Privateigentums" dürfen Michael Hirsch und ich nochmals über die ZAD und radikale ökologische Reformen mit einem Fokus auf Eigentum und sein Überkommen sprechen. Titel: "Kollektiver Ausstieg aus Eigentumsverhältnissen im Klimakollaps" Ich freue mich sehr darauf, in diesem Kontext über neue Arten posthumanistischer Commons und neue Remixe alter Rechtsformen (nach der großartigen Sarah Vanuxem) zu sprechen! 

"Die Klimakrise verlangt radikale Alternativen – doch politische Vorstellungskraft fehlt. Michael Hirsch und Kilian Jörg fragen, wie neue Formen des Zusammenlebens jenseits von Eigentum und Verwertung aussehen könnten. 

Die politische Gegenwart ist paradox: Während den meisten Akteur*innen in Politik, Gesellschaft und Bewegungen klar ist, dass angesichts der Klimakatastrophe ein Weitermachen wie gehabt unmöglich ist, ist eine Alternative zum Status quo so unvorstellbar wie noch nie. Die politische Fantasie scheint verödet, das Vakuum der Demokratieverdrossenheit wird von rechts besetzt.

Michael Hirsch und Kilian Jörg starten den Versuch, die linke Vorstellungskraft wieder aufzuforsten – inspiriert von dem in Frankreich berüchtigten Konzept der »zu verteidigenden Zone« (Zone à défendre – ZAD). Die berühmte ZAD in Notre-Dame-des-Landes besteht seit über fünfzehn Jahren als ein aus Verwertungszusammenhängen herausgelöstes Gebiet, in dem mit neuen sozialen Beziehungen, mit neuen Verhältnissen zu Arbeit und Ökologie experimentiert wird. Können diese Erfahrungen auf größere Maßstäbe übertragen werden? Mit einem Fokus auf die dort gelebte Dekonstruktion des Privateigentums möchten Hirsch und Jörg über eine neue linke Allianz progressiver Politik in Zeiten von Klimakollaps nachdenken."

 --> Link zur gesamten Reihe

Samstag, 9. Mai 2026

"Mehr als verteidigen - Demokratische Handlungsräume weiterdenken" @ Evangelische Akademie Frankfurt, 19.5.2026

 

Es ist mir eine große Ehre, dass wir von der Evangelischen Akademie Frankfurt eingeladen wurden, für einen ganzen Tag über die schwierigeren Fragen, die unser Buch "Durchlöchert den Status Quo!" aufwirft, gemeinsam und mit hochkarätigen Leuten nachzudenken. Namentlich: wie implementiert man die utopischen Impulse radikaler Projekte wie der ZAD in breitere Reformen, die uns gesamtgesellschaftlich weiterbringen können? In einer Zeit, in der die Linke hauptsächlich durch Abwehrkämpfe definiert ist, freue ich mich besonders über diese großartige Gelegenheit darüber nachzudenken, wie wir in die Offensive kommen, ohne in alte und verbrauchte Denkschemen zu fallen. Es ist Zeit, über eine ökologische Linke nachzudenken, die bereit ist, neue Wege des communal luxury (Kristin Ross) zu einem größeren politischen Projekt fürs 21te Jahrhundert zu entwickeln! 

Falls ihr nicht in Frankfurt seid, könnt ihr auch per Livestream dabei sein.

"Viele soziale Initiativen und Vereine sind derzeit unter Druck – rechtlich, finanziell und diskursiv. Sie erleben, wie ihre Handlungsspielräume enger werden, und arbeiten zunehmend im Modus des Verteidigens: Fördermittel sichern, Angriffe abwehren, Grundrechte behaupten. Doch reicht das aus, um Demokratie lebendig zu halten? Zum Tag des Grundgesetzes fragen wir, wie sich dieser Verteidigungsmodus erweitern lässt. Inspiriert von Michael Hirsch und Kilian Jörg und ihrem Essay „Durchlöchert den Status quo!“ (Nautilus, 2025) sprechen wir über die Vermittlung zwischen radikalen Utopien, Aktivismus und gemeinwohlorientierten Reformen und suchen nach Wegen, demokratische Räume nicht nur zu schützen, sondern neu zu denken. Die Veranstaltung bringt Engagierte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern zusammen, um voneinander und miteinander zu lernen. Wie können wir solidarisch agieren, Brücken bauen und mutig bleiben? Welche Strategien machen Handlungsspielräume sichtbar und erweitern sie? Wir wollen Resignation punktuell in progressive Energie verwandeln, politische Vorstellungskraft aufforsten und Demokratie schützen, indem wir sie ausweiten – Utopien ausdrücklich eingeschlossen."

 Alle weitere Infos: https://www.evangelische-akademie.de/kalender/mehr-als-verteidigen/63967/

"Durchlöchert den Status Quo!" auf der Anarchistischen Buchmesse Mannheim, 17.5

 

Ich freue mich sehr, auf der Anarchistischen Buchmesse in Mannheim zusammen mit Michael Hirsch unser Buch "Durchlöchert den Status Quo!" vorstellen zu dürfen. Wir sind am Sonntag den 17.5 um 14h dran. Ihr findet das gesamte Programm hier:  https://abm26.anarchie-mannheim.de/de/abm26/public/schedule 

Donnerstag, 7. Mai 2026

"La voiture produit des désirs" - Entretien dans urbanisme #449

 

Dans le magazine urbanisme dédié a "L'automobile - Doit-elle encore façonner nos territoires?" je donne un interview sur mon livre Auto-Destruction. On trouvera la version longue sur ligne bientôt ici: https://www.urbanisme.fr/dossier/lautomobile-doit-elle-encore-faconner-nos-territoires/  



 

Donnerstag, 23. April 2026

"Leben im Ökozid. Kunst und Kultur in Zeiten von planetarem Kollaps" im Einstein Forum, Potsdam, 4.5.2026

I am incredibly excited to present my current book project, titled "Living in Ecocide - Art and Culture in Times of Planetary Collapse" at the renowned Einstein Forum in Potsdam. The book is still in process, today I actually finished drafting chapter 5 of 6 and I am really exited to share the topics that have occupied me the most in the last 18 months to a larger audience for the first time. I have got to say that this book - perhaps unsurprisingly, given the weight of the topic - was the most psychologically challenging to me, but I am already very happy with the result and can't wait to share it with listeners and - eventually - readers! Although the book is written in English, the talk will be in German. 

 
Montag, 4.5.2026, 19:00h

Leben im Ökozid. Kunst und Kultur in Zeiten von planetarem Kollaps

Gesprächsleitung: Birgit Schneider, Potsdam

Auch im Live-Stream via Zoom
(Bitte hier registrieren)

„Drill, baby, Drill“ ist das neue „I want you to panic!“. Lange Zeit glaubten  Umweltaktivist*innen, die Gesellschaft durch rationale Aufklärung zum Wandel bringen zu können. Doch in der zunehmend von faschistischen Tendenzen gezeichneten Gegenwart scheint sich eher das Gegenteil zu bewahrheiten. Egal ob Trumps Imperialismus, Epsteins misogyne Eugenik oder Thiels Fluchtfantasien auf den Mars – Rosa Luxemburgs Warnung vor dem Einbruch der Barbarei mangels gesellschaftlich inklusiver Alternativen scheint sich in Zeiten der Klimakatastrophe zu bewahrheiten. In diesem Vortrag analysiert Kilian Jörg psychoanalytisch und philosophisch diese Dynamik einer höchstgradig verdrängenden Gesellschaft und skizziert Auswege aus dem Dilemma. Kilian untersucht dabei die Aufnahme von „Ökozid“ als „Fünftes Verbrechen gegen die Menschheit“ beim Internationalen Strafgerichtshof als Möglichkeit einer neuen gesellschaftlichen Verhandlung von noch gänzlich diffuser „Klimaschuld“. Zudem beleuchtet der Vortrag das komplizierte Begehren, „indigen“ zu werden, als Konsequenz eines solchen rein-negativ konnotierten Umweltbewusstseins und endet mit einem Plädoyer für ökologische Transformation als radikale Kulturarbeit. Entgegen eines „Zurück zur Natur“ muss sich ökologische Politik als kultureller und zivilisatorischer Fortschritt gegen die kommende Barbarei des Desaster-Kapitalismus verstehen.

Kilian Jörg (www.kilianj.org) arbeitet sowohl künstlerisch als auch philosophisch zum Thema der ökologischen Katastrophe und fragt, wie deren transformative Kräfte am besten gedacht und eingesetzt werden können. Kilian unterrichtet an der School of Transformation der Universität für Angewandte Kunst Wien und in der Studienabteilung Plastik und Environment der Kunstuniversität Linz. Kilian hat zu diesen und anderen Themen publiziert und Performances, Installationen, Filme und andere Multi-Mediakunstwerke – oft in Zusammenarbeit mit künstlerisch-aktivistischen Kollektiven wie Futurama°Lab oder Stoffwechsel – gezeigt. 

--> https://www.einsteinforum.de/veranstaltungen/leben-im-okozid-kunst-und-kultur-in-zeiten-von-planetarem-kollaps/  

 

Samstag, 11. April 2026

Wien befreit sich immer noch - Feier zur (temporären) Entfernung des Karl-Lueger-Denkmals, 13.4

Weil es sonst niemand macht, haben wir als ein neues Kollektiv namens Ministerium für beschleunigten Wandel eine Demo auf die Beine gestellt, um gegen die Wiederaufstellung des Karl-Lueger-Denkmals am Wiener Stubentor zu protestieren. Ihr findet unten alle weiteren Infos - die Demo findet diesen Montag, am 13.4 von 18-22h statt!


Wien befreit sich immer noch
Feier zur (temporären) Entfernung des Karl-Lueger-Denkmals
13. April 2026 – 18-22h – am ehemaligen Dr.-Karl-Lueger-Platz, 1010 Wien

Am 81ten Jahrestag der Befreiung Wiens von der Naziherrschaft laden wir zu einer Demonstration und Feier eines (potentiell) wichtigen Schritts der weiteren Ent-Faschistoisierung Wiens ein: Seit Januar ist das Denkmal von Karl-Lueger am Stubentor entfernt - und wir wollen, dass das so bleibt! Denn wir finden: In einer demokratischen und weltoffenen Stadt hat die Statue des Erfinders des antisemitischen Populismus und Vorbild Adolf Hitlers nichts zu suchen!

Nach langjähriger und hitziger Debatte hat sich die Stadt Wien zu einer „Rekontexualisierung“ des Denkmals überzeugen lassen, weswegen der Platz zur Zeit von seinem braunen Erbe befreit ist. Doch die Statue, die bereits seit Jahren mit „Schande“-Graffitis selbstermächtigt rekontextualisiert war, soll gewaschen und dann in einer nahezu unmerklichen Schiefstellung von 3,5 Grad wieder aufgestellt werden.

In einer Zeit von international wieder aufkeimenden Faschismus ist es umso wichtiger, sich unseres materiellen Erbes zu widmen und für ein antifaschistisches Gedenken in unserem geteilten, öffentlichen Raum einzusetzen. Nur finden sich auf der Wiener Ringstraße leider kaum Denkmäler, die für solche demokratischen Werte einstehen, dafür zuhauf Statuen autoritärer Kaiser, proto-faschistischer Demagogen und Generäle, die demokratische Revolutionen blutig niedergeschlagen haben. Doch auch wenn Wien am 13. April 1945 von der Naziherrschaft befreit wurde, müssen wir uns heute immer noch befreien von den Spuren dieser repressiven Politik und Gedankenguts. Wien befreit sich immer noch! Und da eine antifaschistische Zukunft nur aus einem antifaschistischen Geschichtsbild entspringen kann, laden wir herzlich zur Feier der Entfernung des Karl-Lueger-Denkmals ein. Durch eine freudige und diverse Feier wollen wir zeigen, dass die Mehrheit der Wiener*innen gegen den Wiederaufbau dieses braunen Schandmals ist. So umfasst das Programm für den Tag beide Seiten: Feiern der Entfernung mit DJs und Musiker*innen, aber auch Debatte darüber, wie zeitgemäßes öffentliches Gedenken aussehen soll – am Stubentor wie sonst überall in Wien. Hierzu laden wir zu Diskussionsrunden, Workshops, künstlerischen Interventionen und Stand-Up-Vorträgen ein um gemeinsam auszuarbeiten, was für Werte wir in unserem öffentlichen Raum für die Zukunft hochhalten wollen.

Hier ist der Pressetext: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260409_OTS0112/aviso-dr-karl-lueger-runter-vom-sockel 

Und wir haben es tatsächlich auch schon in Wiens beliebtestes Toilettenpapier - die sogenannte Heute "Zeitung" - geschafft: https://www.heute.at/s/aktivisten-wollen-rueckkehr-von-lueger-statue-verhindern-120179932 

Donnerstag, 2. April 2026

"Déconstruire le système automobile, reconstruire nos désirs. Psychanalyse de l’auto-destruction" - seminaire sur ligne!

You can now find my extensive talk (in French) about the "psychoanalysis of auto-destruction" (pun intended) on the youtube channel of the Parisian Institut Momentum

Vous pouvez désormais retrouver mon exposé détaillé (en français) sur la « psychanalyse de l'auto-destruction » (jeu de mots intentionnel) sur la chaîne YouTube de l'Institut Momentum à Paris :  


"Avec le capitalisme consumériste libéral, une nouvelle normalité s’est imposée, normalité, qui, malgré le cortège de désastres écologiques qu’elle engendre, apparaît couramment comme la seule solution possible. There Is No alternative – il faut toujours croître, s’étendre, aller plus haut, plus vite, plus loin, consommer, consumer. La voiture constitue, depuis bientôt un siècle, la clef de voûte de notre organisation spatiale, sociale et affective. Dans ce séminaire, Kilian Jörg se livre à une psychanalyse de cette « auto–destruction » afin de déconstruire notre addiction à l’automobile et au système qui l’engendre, véritable monopole radical, pour reprendre les termes d’Ivan Illich."  

En plus, un synthese du conference et sur ligne aussi: https://institutmomentum.org/deconstruire-le-systeme-automobile-reconstruire-nos-desirs 

Dienstag, 3. März 2026

"Une Île et une nuit" @ Grubenkino St. Marx, 11.3.2026

As a representative of the wonderful people of the ZAD Quartier Libre de Lentillieres I will be showing their film "Une Ile et une nuit" (An Island and a night) at the site of an up and coming fight in Vienna: the St. Marx territory that will NOT be transformed into an overpriced event hall for shitty international acts and their ticket vendor monopolies. The film will be a wonderful inspiration of how much more beautiful diversity is possible on such urban spaces - be it in Dijon or Vienna. The will be food and a lovely atmosphere to connect with your local struggles <3 Hope to see you there!


  

Dienstag, 3. Februar 2026

Sonntag, 1. Februar 2026

Pour une culture de l'écologie joyeuse. Réflexions sur des nouvelles institutions culturelles pour nos luttes @ presentation á La Generale, Paris

As a little artistic practice I have started sewing "Ich mach dich Zwentendorf"-flags for every ecologically motivated occupation that happens in Austria. Above you can see the first one hanging at the protest camp against the A26 in Linz.
Anyways, I am also touring the ideas of ecological holidays in general and the Zwentendorf-Holiday (or Cancellation-Day) and am very glad to present the concept tomorrow and the wonderful La Generale in Paris. 

Find a short invitation here: https://www.lagenerale.fr/fr/projet/mardi-informel-de-la-generale-34115

And if you want to know more about the holiday, my homepage is a good place to start ;)

https://www.kilianj.org/cancellation-day


Freitag, 30. Januar 2026

“Hope is a Stance”: Ecology, Aesthetics, and Pluralities of Reason - Podcast-Conversation

 


"Philosopher and artist Dr Kilian Jörg delves into some of modernity’s insidious problems: the climate crisis, the loss of ritual, polarisation, and ‘the hope gap’."

What an honor to speak with Johanna Magin from @mindandlifeeu.bsky.social  to speak at such length about my work, ranging from rituals, activism, art, reasonings and hope in ecological collapse in "The Enactive Fold"-Podcast! The description text of the Podcast is so humbling, I will let it speak for itself:

What if we began to think of reason as plural, reasons or reasonings, rather than the monolithic Reason from on high? What would it be like to think with all five senses, going beyond our habitual ocularcentrism? What if affect were both disruptor and the source of our greatest inflexibility? What role does ritual have in metabolizing the whole spectrum of human affect, both individually and collectively? What relationship holds between beauty and ethics in times such as these? What can art, philosophy, and activism learn from one another? How can we create alliances across sociological divides that keep theorists and activists separate? Finally, how can we create more plausible scenarios of hope for a greater number of people?

This conversation was possibly the most wide-ranging I’ve had so far on the podcast. As you’ll hear, Dr Kilian Jörg is a capacious and audacious thinker, and has reflected long and hard on some of modernity’s most recalcitrant and most insidious problems: problems ranging from the climate crisis to the loss of ritual, from polarization to ‘the hope gap.’ But they don’t just do the hard thinking; they are also engaging with these problems from the ground up, reaching across sociological divides that may seem unbridgeable to many. A kaleidoscopic thinker, Kilian is as fluent in the realm of philosophy — drawing from Isabelle Stengers, Bruno Latour, and Michel Serres — as they are in the world of art and ecological justice, inspired by the likes of Timothy Morton and Elin Kelsey. All in all, this conversation was a masterclass in what it means to refuse the dualisms between thinking and acting, between theory and activism, and to invoke the possibility of pluralism in the face of pure criticality.


Donnerstag, 22. Januar 2026

Déconstruire le système automobile, reconstruire nos désirs. Psychanalyse de l’auto-destruction @ Institut Momentum, Paris 31.1

I am very honored to be able to present my book "Auto-Destruction" at length at the Institut Momentum in Paris. Their work continues to inspire me and I am looking forward to very fruitful and productive discussions on 31st of January from 15-18h!

 

Avec le capitalisme consumériste libéral, une nouvelle normalité s’est imposée, normalité, qui, malgré le cortège de désastres écologiques qu’elle engendre, apparaît couramment comme la seule solution possible. There Is No alternative – il faut toujours croître, s’étendre, aller plus haut, plus vite, plus loin, consommer, consumer. La voiture constitue, depuis bientôt un siècle, la clef de voûte de notre organisation spatiale, sociale et affective. Dans ce séminaire, Kilian Jörg se livrera à une psychanalyse de cette « auto–destruction » afin de déconstruire notre addiction à l’automobile et au système qui l’engendre, véritable monopole radical, pour reprendre les termes d’Ivan Illich. 

Ancien petit garçon amoureux des voitures, Kilian Jörg explorera la façon dont la bagnole influence l’idée que nous nous faisons de la « liberté », de la « normalité », de la « raison » et de la « nature » au point de transformer chacun de nous en micro-fasciste. Ielle tentera d'esquisser des issues à notre situation en impasse à partir d’une politisation de la voiture. Car quelque chose se déplace dans le discours ambiant. Là où les précédentes générations célébraient la voiture comme une promesse de liberté juvénile, on la combat aujourd’hui de plus en plus comme un danger pour la survie planétaire.


--> find all the event details here

Dienstag, 20. Januar 2026

Towards a culture of joyful ecology. Reflections on new cultural institutions to help us in our struggles - English translation online

 

A photo from 2025's Zwentendorf-Holiday

"Discussions about the environment are too rarely accompanied by positive representations. Yet joy and desire are powerful levers for action. Artists Kilian Jörg and -h- propose, through two examples chosen in France and Austria, to reclaim ecological and social victories in order to build new cultural institutions that are positive and inspire hope."

Our text about the Zwentendorf-Holiday and the Jour d'Abandon in the ZAD NDDL is now translated into English!

--> find it here <-- 

Montag, 5. Januar 2026

Posthuman Social Club goes Solarpunk @ Art's Birthday 2026 in RKH Vienna, 17.1

In times of prevailing doom and gloom, we of the Posthuman Social Club thought: let's go Solarpunk and hallucinate our very best futures together! We have been invited by the Austrian National Radio Ö1 to celebrate this years "Art's Birthday" and will rave about and into the utopian year 2233 in which all capitalists have gone extinct and we were able to establish a solid footing on a less and less collapsing planet. We will have amazing music, performances, DJs-Sets, food and other interventions. I will hold a workshop in which I will guide the audience to collectively hallucinate the content of this future by means of surrealist games - and will present the results live on Radio in the last hour from 23h onwards.

The Radiokulturhaus will serve as a gateway to the bright solarpunk future on 17th of January 2026! Come and join us!



Below you can find the description text from Ö1 and this is the link to the event with all the necessary information.

Der französische Fluxuskünstler und Artʹs-Birthday-Entdecker Robert Filliou wusste, dass die Kunst genau an diesem Tag im Jahre 998.037 vor unserer Zeitrechnung geboren wurde. Die Wiener Künstler:innengruppe andother stage – die zu diesem Anlass aus der Zukunft kommen wird – weiß noch mehr: Im Jahr 2.233 sind alle Klimawandelleugner:innen ausgestorben – ja, wie die Saurier –, die Erde ist längst nachhaltig und James Tiberius Kirk erst ein süßes Baby!

Aus dem florierenden 23. Jahrhundert bringen sie uns den "Posthuman Social Club vol. 6 – Artʹs Birthday of the Eternal Network" als Geschenk: ein Fest für die Kunst mit ökofuturistischer Tanzwut, experimenteller Solarpunk-Elektronik, Performances, schmeckenden Ereignissen, Installationskunst und Radiobeiträgen aus einer dekolonialisierten Zukunft.

Gefeiert wird live im Studio 3 des ORF RadioKulturhauses in Wien. Von dort werden Radiokunstbeiträge in Echtzeit auf Ö1 von 22:05 bis Mitternacht übertragen und Streams ins Netzwerk der Ars-Acustica-Gruppe der European Broadcasting Union (EBU) via artsbirthday.ebu.ch und kunstradio.at geleitet.

So bringen Musiker:innen und Performer:innen ökofuturistische Tanzwut und experimentelle Solarpunk-Elektronik mit: die DJs auto_timer a.k.a Ricardo Eizirik (Brasilien/Berlin) und JSX a.k.a Jorge Sánchez-Chiong (Caracas/Wien) und, wenn nicht gerade tanzwütig, dann an ihren Instrumenten: Alfredo Ovalles (Venezuela/Wien), Kasho Chualan (Kurdistan/Canada/Wien), Samuel Toro Pérez (Kolumbien/Wien) und Isabella Forciniti (Kalabrien/Wien). Für schmeckende Ereignisse sorgen die Ökologin und Künstlerin Sabrina Rosina Brühn und der Kurator Hans-Jürgen Hauptmann, während der Künstler Otto Krauseräumliche Texturen und tragbare Interventionen gestaltet. Plattenspieler tauchen in der Turntable-Performance von Brigitte Wilfing auf, sowie in der „DJ-Holz“ Installation von Andreas Trobollowitsch, die akustische Dimensionen von Baumstämmen hörbar macht. Für Radiobeiträge aus einer dekolonialisierten Zukunft sorgen Studierende der Musikuniversität Wien. Von Kilian Jörg und Brigitte Wilfing wird das Publikum tanzend, spielend und spekulierend durch den Abend begleitet.

"Posthuman Social Club vol. 6 – Artʹs Birthday of the Eternal Network" wird von Brigitte Wilfing und Jorge Sánchez-Chiong (JSX) in Zusammenarbeit mit Kilian Jörg und andother stage konzipiert.

Eine Veranstaltung von Ö1 gemeinsam mit andother stage und mit freundlicher Unterstützung von Stadt Wien Kultur




Freitag, 2. Januar 2026

Durchlöchert den Status Quo (mit Bettina Dyttrich) @ Tour de Lorraine, Bern, 27.1

 

Die Schweiz scheint mir ein sehr fruchtbarer Boden für das Nachdenken über eine Patchwork-Linke zu sein, wie sie Michael Hirsch und ich in unserem Buch "Durchlöchert den Status Quo!" andenken. Nach meinem Besuch bei Neustart Schweiz letztes Monat in Zürich freue ich mich also sehr, beim Tour de Lorraine-Festival in Bern diese Diskussion mit Bettina Dyttrich von der WOZ fortzuführen. 

"Die Öffentlichkeit, die sich zur Zeit im sogenannten Staat repräsentiert fühlt, soll von Bewegungen lernen – und Bewegungen sollen sich auf Aushandlungsprozesse mit dem Staat einlassen. So lassen sich neue, offenere Formen von Demokratie entwickeln. Dafür plädieren Kilian Jörg und Michael Hirsch in ihrem Buch «Durchlöchert den Status quo!». Als Beispiel dient ihnen die «Zone à défendre» (ZAD) gegen den Flughafen im französischen Nantes. Aber auch die Reitschule wäre ein gutes Beispiel. In Bern diskutiert Mit-Autor*in Kilian Jörg, Aktivist*in und Künstler*in aus Wien, mit Bettina Dyttrich, WOZ-Redaktorin und Autorin mit Schwerpunkt Ökologie."

Am 27.1 um 19h im Kino in der Reitschule, Bern. Alle Details hier: https://www.tourdelorraine.ch/programm/event/kilian-joerg-durchloechert-den-status-quo