Mittwoch, 23. April 2025

"Das Auto und die ökologische Katastrophe" @ PMK, Innsbruck


Morgen darf ich im Innsbrucker PMK mit dem Kulturkollektik Contrapunkt mein Buch "Das Auto und die ökologische Katastrophe" vorstellen. Alle Infos hier und ein fetziger Trailer unten :)


Donnerstag, 17. April 2025

Interview zu Auto und ZAD im Kleberx-Podcast

Ich durfte im Kleberx-Podcast über das Auto, die ZAD, den Frust bei Tempo 150 und die Notwendigkeit des radikalen Umbaus unserer Umwelten als zukunftsgewandte "Umweltpolitik" sprechen. Ihr könnt ihr unten nachhören und hier noch mehr Infos finden.


"Der quälende Stau, Lärm und Abgase durch Autos erscheinen uns normal. Sind wir noch bei Verstand? Der Philosoph Kilian Jörg schlägt Alternativen vor, wie wir Verkehr und unser Zusammenlaben umgestalten können. Städte wie Paris machen das schon vor. Das Automobil hat sich in den Alltag eingebrannt, doch das ist weder sinnvoll noch umweltschonend. Offenbar gehen wir kapitalstarken Unternehmern und egoistischen Politikern auf den Leim, wenn wir unseren Umgang mit dem Objekt Auto nicht hinterfragen."

Dienstag, 15. April 2025

"Durchlöchert den Status Quo!" im Schauspielhaus Hamburg, 17.4

 

Am Donnerstag, 17.4, 19:30, stelle ich mit Michael Hirsch "Durchlöchert den Status Quo!" im Schauspielhaus Hamburg vor. Tickets und mehr Info hier.


Die politische Gegenwart ist paradox: Während den meisten klar ist, dass angesichts der Klimakatastrophe ein Weitermachen wie gehabt unmöglich ist, ist eine Alternative zum Status quo so unvorstellbar wie noch nie. Die politische Fantasie scheint verödet, das Vakuum der Demokratieverdrossenheit wird von rechts besetzt. In ihrer Flugschrift »Durchlöchert den Status quo!« starten Michael Hirsch und Kilian Jörg den Versuch, die linke Vorstellungskraft wieder aufzuforsten. Die »REALNISCHE 0« wird an diesem Abend zum Ort einer radikalen
Spekulation: Was wäre, wenn der Staat das Potenzial autonomer Zonen erkennen und fördern würde – statt es zu bekämpfen? Den Status quo zu durchlöchern, das bedeutet auch, beharrlich zu betonen, dass hinter der trüben Lethargie des kapitalistischen Realismus noch immer die Möglichkeit einer Vielfalt anderer Welten liegt – die Zukunft ist eine zu verteidigende Zone.


„Michael Hirsch und Kilian Jörg gelingt etwas ganz Erstaunliches: Sie verbinden die wildesten Impulse des französischen Linksradikalismus mit einer soliden, geradezu demütigen Reformperspektive, die den Staat auf Gemeinwohl und Gemeinbesitz verpflichten will. So gilt gleich doppelt: Wir müssen die Revolution nicht erfinden, sondern in Wald und Verwaltung das verteidigen, was das freie Zusammenleben aller ermöglicht.“ Eva von Redecker

Mittwoch, 9. April 2025

"Das Auto und die ökologische Katastrophe" - Video Online

Für diejenigen, die noch nicht zu einem Vortrag zu meinem Buch "Das Auto und die ökologische Katastrophe" kommen konnten, oder einfach mal wissen wollen, worum genauer es in meinem Buch geht: die UB Wien hat meine Präsentation gefilmt. Ihr findet sie jetzt auf youtube und hier: 


Danke an Sonja Fiala für die Einladung und Alexandra Ganser für die wunderbare Einführung! Das Buch könnt ihr entweder in Eurem lokalen Buchladen oder direkt über den Verlag online bestellen. 



Montag, 31. März 2025

Zwei Buchvorstellungen in München am 7+8.4: "Durchlöchert den Status Quo" in der Favorit-Bar und "Das Auto und die ökologische Katastrophe" im EineWeltHaus


Nach den zahlreichen Veranstaltungen der letzten beiden Wochen in Wien mache ich mich auf den Weg zu einer Deutschlandtour mit meinen BEIDEN neuen Büchern. Ich werde diese einzeln posten, aber unten findet ihr schon mal eine übersichtliche Auflistung mit Links. Erster Halt ist München, wo ich "Durchlöchert den Status Quo" am 7.4. in der Favoritbar und "Das Auto und die ökologische Katastrophe" am 8.4 im EineWeltHaus vorstellen werde. 

Den Link zur Veranstaltung im EineWeltHaus findet ihr hier. 


Weitere Buchvorstellungen:

3.4 in der Liberia Utopia, Wien

9.4: "Durchlöchert den Status Quo!" (mit Michael Hirsch) in der Bücherkiste in Siegen

11.4: "Das Auto und die ökologische Katastrophe" (in Diskussion mit Tatjana Söding) am 11.4 an der FU Berlin. 

14.4: "Wie überkommen wir unsere toxische Liebesbeziehung zum Auto?" (im Gespräch mit Anna Baatz von Berlin Autofrei) im Lettretage Berlin

15.4: "Das Auto, die ökologische Katastrophe und der kommende Faschismus" (im Gespräch mit Conrad Kunze und Peter Nowak) im Museum des Kapitalismus, Berlin

16.4: "Durchlöchert den Status Quo!" in Zabriskie - Buchladen für Natur und Kultur, Berlin

17.4: "Durchlöchert den Status Quo!" im Schauspielhaus Hamburg

24.4: "Das Auto und die ökologische Katastrophe" im PMK in Innsbruck

4.5: beim donaufestival in Krems

21.5: im Brecht-Haus in Berlin

23.5: bei den Linken Buchtagen in Berlin

Sonntag, 23. März 2025

Ökologie als Kulturarbeit? Erste Skizze eines Zwentendorf-Feiertags - am 29.3 im Atelier Kombinage

Ich freue mich sehr, mein nächstes größeres Kunstprojekt zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellen zu können. Gemeinsam mit Tomas Zierhofer-Kin und Verena Frauenlob, die eine erste Skizze eines Rituals performen wird, sprechen wir am 29.3 im Atelier Kombinage über die philosophischen und gesellschaftlichen Ideen hinter dem Projekt "Zwentendorf-Feiertag", welches am. 5.11 zum ersten Mal geschehen wird!



Die ökologische Krise wird oft als ein „Naturproblem“ begriffen, demgegenüber unsere Kultur vergleichsweise unverändert bleibt – nur halt zertifiziert „klimaneutral“ und „umweltfreundlich“. Aufgrund dessen wird Ökologie von der Mehrheit negativ mit Leiser-Treten, Verzicht und Hausaufgaben-Machen assoziiert. Diese Konnotation hemmt die bitter notwendige Veränderung unserer Gesellschaft, da sie weder Euphorie noch Gemeinsamkeitsgefühl hervorrufen kann. An diesem Abend soll anhand des konkreten Beispiels eines „Zwentendorf-Feiertags“ als Kunstprojekt darüber diskutiert werden, wie ökologische Arbeit zuallererst auch Kulturarbeit ist. Wir glauben, dass ökologische Transformation der Errichtung einer Kultur bedarf, in der im Sinne der Umwelt positives Handeln als freudvoll, ermächtigend und gemeinschaftsstiftend wahrgenommen wird. Keine Kultur kommt ohne ihre Institutionen aus. In diesem Sinne braucht es auch die Errichtung neuer kultureller Institutionen, die dieser kommenden ökologischen Kultur einen Rahmen geben kann.
Das Projekt „Zwentendorf-Feiertag“ versucht eine solche Institution als einen österreichweiten Feiertag zu etablieren. Obwohl heute mehr Menschen in Österreich die Notwendigkeit ökologischen Wandels anerkennen als es konfessionelle Christ*innen gibt, sind fast alle nationalen Feiertage christlich geprägt – von einigen wissen viele nicht mal mehr, worum es bei ihnen eigentlich geht.
Das erfolgreiche Referendum gegen das Atomkraftwerk Zwentendorf und die daraus resultierende „nationale Identität“ Österreichs als „atomfrei“ ist eine Erfolgsgeschichte der Ökologiebewegung, die auch weit über die Grenzen Österreichs bekannt und Gegenstand von Freude und Respekt ist. Auch wenn die Gesellschaft in vielen Punkten gespalten ist, sind sich in Österreich doch fast alle einig, dass die Zwentendorf-Entscheidung eine gute war und die Atomfreiheit Österreichs etwas ist, auf das man stolz sein kann. Welcher Tag würde sich also mehr für die Verbindung und Zusammenführung der Gesellschaft als Feiertag eignen, als der 5.11. – der Tag des positiven Referendums gegen Atomkraft in Österreich!
Durch die Absage an ein katastrophales Infrastrukturprojekt hat man den Weg frei gemacht für eine nachhaltigere Zukunft. Noch heute ist Österreich bekannt als singulärer Staat in Europa, der sich demokratisch und zukunftsweisend gegen Atomkraft und damit verbundenen Langzeit-Folgen entschieden hat. Durch das rituelle Erinnern und Feiern des Zwentendorf-Referendums, soll so nicht nur gesellschaftliche Akzeptanz, sondern darüber hinaus auch Freude und Lust an weiteren Absagen (wie z.B. Autobahnen, zukünftigen Flughafen-Projekten oder anderen nicht mehr zukunftsfähigen Infrastrukturprojekten) als Wegmarke einer inklusiven Zukunft gefeiert werden.
An diesem Abend wird die Künstlerin Verena Frauenlob eine erste Skizze eines Rituals für den Zwentendorf-Feiertag darbieten. Im Anschluss wird die* Philosoph*in und Künstler*in Kilian Jörg die Idee ökologischer Kultur philosophisch auseinandersetzen. Abschließend werden die beiden mit dem Kurator Tomas Zierhofer-Kin über den Feiertag und seine Potentiale diskutieren. 
Moderation und Organisation: Selina de Beauclair