Ich freue mich schon sehr darauf, mit meinen Freund*innen vom Kulturkollektiv Contrapunkt und Judith Götz nöchste Woche über Utopien und eine potentielle, radikale Weiterentwicklung der Demokratie in Innsbruck zu sprechen!

"Im Zentrum der gemeinsamen
Kooperationsveranstaltung steht die Frage, wie Demokratie unter
gegenwärtigen gesellschaftlichen Spannungen weitergedacht werden kann –
nicht als abstraktes Ideal, sondern als gelebte Praxis, die möglichst
viele Perspektiven einbindet. Die Veranstaltung lädt dazu ein, diese
Fragen gemeinsam zu diskutieren und neue Ansätze für demokratische
Zukunftsentwürfe zu entwickeln.Gemeinsam mit unseren Gästen Kilian Jörg
und Judith Goetz werden demokratische Ansätze diskutiert, die versuchen,
polarisierende Gegensätze zu überwinden und dadurch auf breite
gesellschaftliche Akzeptanz abzielen - mit dem Ziel, mehr Menschen zu
erreichen. Dabei rücken Utopien in den Fokus, die inklusiv und
nachhaltig gedacht sind, unterschiedliche Lebensrealitäten und
größtmögliche Vielfalt von Lebensweisen und Welten berücksichtigen.
Die beiden Diskutant*innen werden sich
dabei auf konkrete Beispiele aus ihren eigenen Forschungen und
Erfahrungen beziehen. Kilian Jörg wird insbesondere auf das gemeinsam
mit Michael Hirsch verfasste Buch Durchlöchert den Status Quo (2025)
eingehen – ein Werk, das an die Kämpfe der ZAD in Frankreich anknüpft
und dazu ermutigt, jenseits der scheinbaren Ausweglosigkeit des
kapitalistischen Realismus neue politische Möglichkeitsräume zu denken.
Judith Goetz hingegen bringt Erfahrungen ein, die sie im April 2025
während einer Delegationsreise in die autonome Selbstverwaltung von
Rojava (Nordostsyrien) gesammelt hat. Dort begegnete sie einem gelebten
gesellschaftlichen Entwurf, der auf Frauenrechten, ethnischer Vielfalt,
ökologischer Nachhaltigkeit und basisdemokratischen Strukturen beruht –
ein Modell, das ihre Perspektiven auf demokratische Transformation
nachhaltig erweitert hat. Rojava und der ZAD sollen als
Orientierungspunkte dienen für eine Diskussion über Utopien in
Demokratien. Auch die Rolle staatlicher Institutionen wird reflektiert –
insbesondere im Hinblick auf ihre Offenheit gegenüber Impulsen aus der
Zivilgesellschaft, utopischen Entwürfen und experimentellen Räumen, in
denen neue Formen des Zusammenlebens erprobt werden. Welche Formen von
Teilhabe sind denkbar, die nicht nur engagierte Minderheiten erreichen?
Wie lassen sich visionäre Ideen so formulieren, dass sie im Alltag
anschlussfähig bleiben?"
--> genauere Infos, Bios und Timetable hier
PS: Übrigens ist in der Grasswurzel Revolution dieses Monat eine Rezension unseres Buchs erschienen: https://www.graswurzel.net/gwr/2026/06/den-status-quo-durchloechern/