Freitag, 25. November 2022

"Die Clubmaschine" presentation, 2.12 @ Leuphana University Lüneburg


 There seems to be a heightened interest in club culture in these slowly post-pandemic times and mindsets. This means, that we get more invites to speak about club culture and specifically about Jorinde Schulz's and my 2018 book "Die Clubmaschine (Berghain)". For example, next Friday (2.12) we will speak at the "Promotionskolleg Wissenschaften der Künste" of Leuphana University Lüneburg. 

In the beginning, to be frank, I felt quite far away from club culture and thinking about it. But after my recent talk about "there is no rave on a dead planet" in Innsbruck's PMK, I more and more see the connections between subcultural perspectives and my more long-lasting and in-depth research focus of the ecological catastrophe and our inability to answer to it. I also wrote a little speculative article about "eco-punks" after the heated discussions in Innsbruck which you will be able to find here very soon :)

Samstag, 12. November 2022

"Wer hat hier eigentlich Recht...auf Entspannen?" im Kulturhaus Helferei, Zürich, 17.11

Nächsten Donnerstag werde ich Gelegenheit haben, einige Thesen meines neuen Buchs "Neue Vorsicht - Philosophie des Abstands im Zeitalter der Katastrophen" im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung im Züricher Kulturhaus Helferei zu präsentieren. Titel des Abends ist:

WER HAT HIER EIGENTLICH RECHT... AUF ENTSPANNEN?
Das neue Debattierformat der Helferei

Lohnarbeit, ständige Verfügbarkeit oder unsichtbare Care-Tätigkeiten: Unsere Gesellschaft ist chronisch erschöpft, manche von uns mehr als andere. Zeit also, zu entspannen. Doch können wir das überhaupt, ohne einer neoliberalen Logik von Achtsamkeit zu verfallen? Und wie sieht Fernbleiben von Stress ganz praktisch aus? Wir stellen Fragen, wer in unserer Gesellschaft überhaupt das Recht auf Entspannen hat, warum dies aus verschiedenen Gründen wichtig ist und welche Methoden es gibt. Und probieren es gemeinsam aus.

Ein interaktiver Abend zwischen angewandter Entspannung und Theorie, mit Expert:innen, Gesprächen und Care.

Anwesende Gäste sind Philosoph und Künstler Kilian Jörg, Psychologin Simona Napiatek, die Jurist:innen Giulia Walter und Andrea Florin sowie Sound & Breath Ceremonialist Marc Grüninger.

Konzept: Sabrina Tannen und Anna Bertram in Kooperation mit Rights in the Arts.

Donnerstag, 17.11.2022, 19.00 Uhr - Kulturhaus Helferei - Kirchgasse 13, 8001 Zürich

--> Reservierung hier <--

....übrigens kann man jetzt das gesamte Einleitungskapitel des Buchs hier probelesen <3 

 

 


Montag, 31. Oktober 2022

"there is no rave on a dead planet" & Neue Vorsicht - Vortrag & Buchvorstellung in Innsbruck - 10-11.11.2022


Übernächste Woche bin ich auf Vortragsbesuch in Innsbruck, dank der Einladung des wunderbaren Kollektivs contrapunkt.

Am Donnerstag dem 10.11 werde ich am Abend mein neues Buch "Neue Vorsicht - Philosophie des Abstands im Zeitalter des Katastrophen" als Teil der Diskursreihe "Es geht bergab" vorstellen. Ab 19h bei Il Corvo, Mozartstraße 12 - mehr Details hier: https://ilcorvo.noblogs.org/buchvorstellung-neue-vorsicht/


Gleich anschließend am Freitag werde ich im legendären Projektspace und Club PMK einen Vortrag zum Thema "There is no rave on a dead planet" halten. Genauere Beschreibung weiter unten. Mehr Infos hier: https://www.facebook.com/events/525123685639718/

"Es dämmert immer mehr Menschen, dass wir in einem Zeitalter der Katastrophen leben. Wohingegen die ersten eineinhalb Jahrzehnte des 21ten Jahrhunderts noch vielfach hedonistischer Leichtigkeit gefrönt haben, scheint durch die Pandemie, den Ukraine-Krieg, den zunehmenden globalen Rechtsruck und die ökologische Katastrophe nun überall der politische Ernst eingezogen zu sein. Ist die Party also vorbei? Seien wir ehrlich: die Stimmung unter den Ravern ist gedrückt.
 
Umweltschutz und Ravekultur – tatsächlich scheinen sich diese beiden Unternehmungen auf den ersten Blick auszuschließen. Erster befasst sich mit der Schaffung nachhaltigerer und weniger energieintensiver Lebensweisen, zweitere ist mit Hedonismus und Ekstase verbunden: die übermäßige Verschwendung unserer und der Energie anderer, um ein größeres Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.
 
Muss eine nachhaltige Gesellschaft prinzipiell also auf Raves verzichten und brav, geordnet und im biederen Sinne „vernünftig“ sein? In diesem Vortrag möchte ich für das Gegenteil argumentieren. Anhand eines Nachdenkens über den Exzess werde ich auf Gefahren des entstehenden grünen Kapitalismus hinweisen, welcher Verantwortung individualisiert und ein ähnlich rigides Verhältnis zu Körperlichkeit entwickelt wie der Katholizismus. Ich werde zeigen, dass eine wirklich radikal ökologische Transformation keinesfalls den Exzess verbieten darf, sondern diesen vielmehr kultivieren muss. Ein ökologische Handlung besteht nicht darin, den am Papier sparsameren Tesla zu kaufen und sonst nichts zu ändern – es geht darum, andere Interaktions- und Seinweisen untereinander und mit dem Planeten zu entwickeln. Hierbei können Raves und Clubs Labore einer neuen Kultur des nachhaltigen Verschwendens sein. In ihnen kann ein Anti-Realismus – ein Verweigern der hegemonialen Wirklichkeitserzählung – gedeihen, der für jeden radikale Wandel unabdingbar ist. Gerade in einem Zeitalter der Katastrophen müssen wir Räume der Leichtigkeit bewahren, um an den traurigen Erzählungen des grün-angestrichenen Desasterkapitalismus vorbei zu tanzen – hin zu besseren und bunteren Welten… ."

Montag, 24. Oktober 2022

Toxic Temple - Book Review in Anthropocenes Journal


Our wonderful book about the Toxic Temple has been reviewed in the Anthropocenes Journal! You can find the review online here: https://www.anthropocenes.net/article/id/1332/ 

Add 28/10/22: at pretty much the same time an interview about the Toxic Temple book has appeared in Telepolis here: https://www.heise.de/tp/features/Neue-Religion-um-Fast-Ewigkeitsdimensionen-von-Plastikmuell-7320692.html

Donnerstag, 6. Oktober 2022

NEUE VORSICHT - Philosophie des Abstands im Zeitalter der Katastrophen

This is the announcement of my new book on keeping distance for an emancipatory project - it is written in German. For more info in English, don't hesitate to drop me an email about it.


Abstand war sicher eines prägenden Wörter der letzten Jahre. Doch was ist, wenn hinter den pandemischen Bejahungen von "social distancing" noch ein viel tiefergehendes Bedürfnis nach Des-Involvierung schlummert, welches vor Covid noch nie wirklich für ein emanzipatorisches Projekt ausformuliert werden konnte? Aktivistische, veränderungswillige Politik leidet zu oft an der Verausgabung, am Burn-Out, am Kämpfen gegen zu viel Schlimmes in der Welt - und geht daran oft energetisch zugrunde. 

Ich habe ausgehend von dieser Problemstellung eine Philosophie des Abstandhaltens für einen politischen Aktivismus geschrieben, die nun als Buch erscheint. Ich glaube, dass Sich-Raushalten nicht nur als reaktionärer Eskapismus verstanden werden darf, wie er das oft in traditionellen linken Politikverständnissen wird. Ganz im Gegenteil ist Sich Raus-Halten gerade im Zeitalter der ökologischen Katastrophen wesentlich, um Solidarität und Handlungsfähigkeit zu bewahren.

Das Thema der "Neuen Vorsicht" - welche ursprünglich von drei Nietzsche Aphorismen inspiriert ist - verfolgt mich auf unterschiedlichen Ebenen seit Jahren. Als ich letztes Jahr am Klimacamp der Lobaubesetzung wohnte, habe ich den Anstoß gefunden, meine Skizzen zu dem nun erscheinenden Buch zu kondensieren:

NEUE VORSICHT - PHILOSOPHIE DES ABSTANDS IM ZEITALTER DER KATASTROPHEN
Edition Konturen: Wien, Hamburg 2022. 102 Seiten, € 12,–
ISBN 978-3-902968-78-4

--> Buch hier bestellen <--

Die erste Buchvorstellung wird in Wien am 17.10, 19h im Café Kollektiv Gagarin (Garnisongasse 24, 1090) stattfinden. Weitere Termine in Berlin, Innsbruck, Zürich, Lüneburg oder Hamburg werden folgen. (Falls wer Tipps für Rezensentinnen oder andere öffentlichkeitswirksame Aktionen / Präsentationen hat, bitte gerne schreiben :)

Buchvorstellungen:

17.10 - Wien: Café Kollektiv Gagarin 

more tba

Links

Edition Konturen

Dienstag, 13. September 2022

Stoffwechsel: "Normality" - with my digital presence from the boat


The second part of my wonderful research cluster's "Stoffwechsel - Ecologies of Collaboration" full-year occupation with Normality will unfortunately happen without my physical presence, since I am still floating down the Danube (currently shortly before Lom, Bulgaria). However, I will be able to send some digital greetings / contributions both at the opening as well as the closing event. On the 15th, in two days, you will be able to hear the draft of the audio-composition I am putting together using the MS Fusion (and the winds and the waves) as an instrument. On the 21st I will "zoom in" (the new zooming out?) I will - most likely read some of that poem ("Die Donau hinab") I am writing along the kms of the river. 

Find more details below and here.


We live between the suffering of normality and the dreams of another normality.
„What is normal, who is normal, who or what is not? What is a norm anyway?“ How is normality formed in society and what sets such processes in motion? Where are the boundaries of normality, how and through what are they shifted? To what extent can a life outside normality function? What role does art play in this field of reference?
The Denkkollektiv #7 explores the phenomena of normality and deviation from it as a construction of conforming and non-conforming ways of life. Of patterns of behavior, posture and movement of bodies, psyches, souls, couples, social groups, organizations and collectives.
„Normality“ oscillates between the terror of submission to a ruling norm on the one hand, and the longing for comforting habits and everyday rituals on the other. Normality is not an unchanging essence, but an ever-transforming process of intra- and extra-societal negotiation of values, boundaries, identities, and affiliations. All that we call normal today has by no means always been so and will not be so in the future. The collective experience of the suspension of so-called „normality“ by the state policies in the „Corona crisis“ of the last 2 years calls for renegotiation of normality, for impulses for new, processual normalities.
„What is normal for me?“ Based on the respective particular answers of the participants, the Denkkollektiv #7 artistically and reflectively explores present ways of life, and asks for new life possibilities.

 

Sa 22.-Sa 29.1. 2022 & Fr 16.-Di 20.9.2022// artistc research

Thur 15. & Wed 21.9.2022 // 19.00 // OPEN LAB
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien

 

Photos by Sabrina Bühn