This is the blog / recent activities of Kilian Jörg, a philosopher and artist mainly working on the ecological catastrophe and how we can culturally work with it. Find more on my homepage www.kilianj.org
Samstag, 25. März 2023
Downstream #01 - exhibition at KC Grad / Belgrade
Donnerstag, 16. März 2023
Toxic Temple @donaufestival '23
Now that the program has been released, I can finally announce that Toxic Temple will have a pretty big presence at this years' donaufestival in Krems an der Donau.
We will celebrate a MESS in Forum Frohner and the public space of Krems and Stein from 28th to 30th of April and will lead a big Procession as a closing event through the city to the Dominikanerkirche to meet with Alfredo Barsuglia's SKIMMER performance crew. Additionally Julia Grillmayr and me will give one workshop each on the second festival weekend on the 6th and 7th of May.
I will post more information in due time. As of now, I want to thank the whole team of this year's MESS for making such a huge thing happen - especially co-religious founder and dear friend Anna Lerchbaumer for sticking with the project at its most dire times (curation of the donaufestival has not always been optimal, to say the least) and our new dramaturg Claus Philipp for helping us grow and stick with the trouble!
You can find the whole program on the festival homepage here.
And our little propaganda page www.toxictemple.beauty is on again and you will be able to find more precise information on timing etc. there.
Samstag, 25. Februar 2023
"'Raus aus der Natur' oder 'Weg mit der Natur'?" - Workshop im Werk X am 25.3
In genau einem Monat, am 25.3, werde ich einen Workshop unter dem Titel ""'Raus aus der Natur' oder 'Weg mit der Natur'?" im Werk X in Wien halten. Im Vorfeld zur Inszenierung von "Onkel Wanja - La dèrniere rébellion". Hier die längere Beschreibung:
Manche Alpenländler*innen kennen „ihre Natur“ am besten über das, was nach einer schönen Spritztour an ihren Stoßstangen klebt. Sie mögen sich dessen vielleicht sogar bewusst sein, dass es „5 vor 12“ steht und „unsere Zivilisation“ vor dem ökologischen Kollaps steht. Sie kaufen brav Bio und halten ihre Nation für eine umweltschützerische Vorzeigenation. Das alles vom luxuriösen Alpenchalet aus, welches über den Schwager gern für Jahre vorreserviert wird, damit sich auch ja kein anderer („von außen“) einnistet.
Dieser Workshop möchte sich auf performative, philosophische und literarische Weise der Frage annähern, warum sich eigentlich so wenig ändert angesichts des mittlerweile medial kaum mehr zu ignorierenden Katastrophenzustands der Erde. Wir werden das Bild des „Weltenendes“ kritisch hinterfragen, Theorien zum fossilen Faschismus reflektieren, spekulative Ausflüge in eine Welt nach der Moderne unternehmen und den sinnlichen Bezug zur Umwelt jenseits der Natur am eigenen Körper erforschen.
Montag, 6. Februar 2023
Modern Nature I @Kunstraum Studenzen
Dienstag, 10. Januar 2023
"Normalität als Katastrophe? Für eine ökologische Politisierung des Alltäglichen" Workshop at Akademie der bildenden Künste Wien
Am 20.1 gebe ich einen Workshop zu künstlerischen und aktivistischen Strategien zur Kultivierung der Klimakatastrophe am Rundgang 2023 der Akademie der Bildenden Künste Wien. Sogenannte "Klimapolitik" wird ja weiterhin zu oft dem Bereich der "Natur" zugeordnet, der - nach klassisch modernem Dualismus - hermetisch von der "Kultur" abgeriegelt ist. Ich möchte in diesem Workshop diesen höchst-problematischen Graben überwinden und für die Entwicklung diverser kultureller Aneignungen und Verhandlungen unserer kulturell-gemachten Ökokatastrophe werben.
Der Fokus des Workshops wird sich um mein aktuelles Forschungsthema des Autos im Homogenozän drehen... Ich freue mich, wenn ihr zahlreich kommt und mit mir möglichst weirde und kreative Ansätze erforscht!
"Die ökologische Katastrophe ist in aller Munde und trotzdem ändert sich viel zu wenig. In diesem Workshop werden Strategien an der Schnittstelle von Kunst, Theorie und Aktivismus vorgestellt, die unsere Verwobenheit mit ökologisch katastrophalen, „modernen“ Lebenspraktiken erforschen. Zentraler Fokuspunkt ist hierbei das Auto als Metapher für unsere libidinöse, ökonomische, soziale, kulturelle und politische Abhängigkeit von toxischen Lebensformen im fossilen Kapitalismus. Das Auto wird hierbei nicht primär als technologische Errungenschaft, sondern als Prothese und Verkörperung von modernen Begriffen wie Freiheit, Mobilität und Selbstbestimmtheit gedacht. Das Problem des Autos im sogenannten „Anthropozän“ ist demnach nicht nur dessen massiver Schadstoffausstoß, sondern dessen Tendenz zur Homogenisierung von Lebensräumen und Lebensweisen. Das, was wir „Natur“ nennen und zum Teil auch schützen wollen, ist ein Produkt dieses hegemonialen Weltzugangs, der durch das Auto erst mehrheitsfähig wurde. Mittels einer Lektüre spekulativer Fiktion von Ursula LeGuin werden wir versuchen, diese durch das Auto hergestellte Normalität als Katastrophe zu verstehen. Durch diesen kritischen und (de)konstruktivistischen Ansatz stellt sich eine intersektionale Anschlussfähigkeit an post-koloniale und feministische Diskurse her, die einem naiven „Naturschutz“-Aktivismus oftmals fehlt. Unsere Blindheit gegenüber der ökologischen Katastrophe entpuppt sich so nicht mehr als moralisches Fehlverhalten, sondern als logische Fortschreibung des materiellen Erbes der patriarchalen und rassistischen europäischen Moderne, die sich in Technologien wie dem Auto aktualisieren. In diesem Licht kann man Aktionen wie jene der „Letzten Generation“ als Vorboten eines Kampfes gegen diese zutiefst problematische Normalität einordnen. Entgegen eines individualisierenden Schulddiskurses sollen in diesem Workshop kreative und sinnliche Strategien des ermächtigenden Umgangs und Spiels mit einer toxischen Normalität erforscht werden."
Dienstag, 13. Dezember 2022
"Was können wir von der pandemischen Abstandskultur für den Umgang mit der Öko-Katastrophe lernen?"
Donnerstag, 8. Dezember 2022
Wir brauchen Öko-Punks!




